Der Flensburger Schachklub von 1876 im Spiegel der Zeit


Der Flensburger Schachklub von 1876 im Spiegel der Zeit

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Der Flensburger Schachklub von 1876 im Spiegel der Zeit
Jürgen Nickel

Ein Beitrag zur Kulturgeschichte der Stadt Flensburg

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Edition Marco 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3924833602

Was in der großen Schachwelt passiert, wird in der Regel gut dokumentiert. Seit es das Internet gibt, sogar nahezu ohne Zeitverzögerung. Während es früher oft Mühe kostete, Bulletins von großen Turnieren zu erhalten, werden wir heute mit allerneuesten Informationen selbst von Kleinstanlässen bestens versorgt. Mitunter stellt sich jedoch die Frage: Wozu das alles? Was steht hinter dem ganzen Aufwand? Wer sind eigentlich die Personen, um die es geht? Das vorliegende Buch stellt diese Fragen, indem es bis zu den Anfängen einer Vereinsgründung vor mehr als 130 Jahren zurückgeht. Wie es dazu kam, dass einige namhafte Flensburger Bürger sich aus Freude am Schachspiel zu einem Klub zusammenschlossen, der die unterschiedlichsten Epochen durchlebt und überdauert hat. Großmeister Dr. Helmut Pfleger trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er dem Flensburger Schachklub von 1876 in seinem Geleitwort „ein lebendiges Miteinander, ein erfülltes – und erfolgreiches Vereinsleben“ bescheinigt. Eine „Kunde“, wie er sagt, die „im Laufe der Jahre durchaus auch bis in den tiefsten Süden unseres Landes drang“. In diesem Vereinsleben spiegelt sich pars pro toto das Leben der Stadt wider, die Rolle von Berufsständen – Lehrer, führende Beamte, Kaufleute, Freiberufler, Militärs, Handwerker, Arbeiter –, die Rolle von Familien, der immer wieder herausragende persönliche Einsatz der Einzelnen, denen hier (endlich, wenn auch zumeist posthum) ein kleines Denkmal gesetzt wird. Wie sie die Jahrzehnte als Schachspieler mit ihrem je besonderen privaten Umfeld erlebt und gemeistert haben, in guten und in schlechten Zeiten – nicht zuletzt davon handelt dieses Buch. Die Lage Flensburgs als alte Hafen- und Handelsstadt mit quasi zwei Herzen in der Brust, dem einen, das nach Skandinavien schaut, und dem anderen, das dem restlichen Deutschland sagen möchte: „Schaut her, wir sind zwar weit entfernt, aber bei uns ist auch allerhand los!“ – diese Lage hat in besonderer Weise die Aktivitäten des Klubs mitgeprägt, wie schon ein Blick auf die lange Liste der namhaften Schachmeister zeigt, die hier zu Simultanvorstellungen oder zu Turnieren weilten: von Lasker und Bogoljubow in den 20er Jahren bis hin zu Larsen, Pachmann, Flohr und natürlich den deutschen Spitzenspielern durch die Jahrzehnte, wobei der legendäre Fritz Sämisch zeitweise fast als Flensburger anzusehen war, so häufig hielt er sich in der Stadt auf. Jürgen Nickel, der den Verein selbst über bald 50 Jahre mitgestaltet und die Chronik in jahrelanger Vorarbeit mit unzähligen Recherchen zusammengestellt hat, lädt den Leser zu einer Zeitreise ein, die weit über die 64 Felder hinausreicht, aber immer wieder zur Grundaufstellung der Figuren zurückfindet. So sind viele Partien und Stellungsbeispiele sowie manche Schachaufgaben mit erbaulichen zeitgenössischen Kommentaren und Analysen enthalten. Die Anzahl der Abbildungen wurde nicht gezählt, doch dürften es deutlich über tausend sein. 134 Jahre gelebte Schachvereinsgeschichte!

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